Home > Blog > Einfach sicher in Facebook und Co. unterwegs Einfach sicher in Facebook und Co. unterwegs
Geposted von Michael Gisiger am 14.08.2009, 15:24In letzter Zeit kann man in den Medien immer häufiger über Falle von Datenmissbrauch in Social Networks und anderen Web 2.0-Seiten lesen. Kommt hinzu, dass viele Unternehmen den Zugang solche Seiten sperren oder einzelne Mitarbeitende sanktionieren, weil diese solche Services benutzt haben. Nicht selten stehen aber auch die Betreiber der Netzwerke und deren Privacy Policies selber im Zentrum des medialen Interesses. Viele Sicherheitsbedenken lassen sich jedoch bereits als Nutzer ausschliessen. Man kann selbst über das geeignete Mass an Privatsphäre entscheiden. Dazu sind keine grossen technischen Kenntnisse notwendig: - Die meisten Netzwerke verlangen zumindest Name, Anschrift und/oder E-Mail-Adresse. Das dient auch der Sicherheit der Nutzer, weil so einem Missbrauch der Plattform vorgebeugt wird. Die Adressdaten sind in der Regel geschützt und nicht frei im Internet lesbar, wenn es die Nutzer nicht eigens anders bestimmen.
- Im täglichen Leben würden die meisten Menschen Unbekannten kaum ihr Privatleben offenbaren. Auch im Internet haben es die Nutzer selbst in der Hand, den Zugang zu privaten Infos zu beschränken. In vielen sozialen Netzwerken lässt sich zwischen Freunden und Fremden unterscheiden: Gute Bekannte haben Zugriff auf die neuesten Fotos, andere nicht. Gleiches gilt für persönliche Kontaktdaten oder Infos zum eigenen Freundeskreis.
- Eingestellte Profile lassen sich nicht ohne Weiteres mit Suchmaschinen finden. Das geht bei den meisten Netzwerken nur, wenn die Nutzer es ausdrücklich wünschen. So wird sichergestellt, dass lediglich Mitglieder die persönlichen Seiten lesen können, aber nicht jeder Internet-Surfer.
- Wie andere kostenlose Internet-Angebote finanzieren sich auch Online-Netzwerke weitgehend über Werbung. Nur einzelne Communitys, vor allem im Business-Bereich, bieten daneben auch Abo-Modelle in Form von Premium-Mitgliedschaften an. Wer Gratis-Angebote nutzt, bekommt daher in der Regel auch Anzeigen zu sehen. Beliebt sind zielgruppenspezifische Werbe-Einblendungen. Dabei können die Unternehmen zum Beispiel festlegen, dass ein Produkt nur männlichen Nutzern zwischen 20 und 25 Jahren in bestimmten Städten gezeigt wird. Die Community kann dafür einen Filter definieren, übermittelt den werbenden Firmen aber keine persönlichen Nutzerdaten. Bei manchen Plattformen ist es möglich, solche Werbefilter individuell auszuschalten.
Vieles können wir als Nutzer also selber kontrollieren. Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Datenschutzerklärung des Anbieters zu lesen. Im Zweifelsfall vor der Registrierung nachfragen. Die Ansicht zu den Privacy-Einstellungen in Facebook sieht z.B. so aus:   Datenkrake Google mit einem Opt-out Google hat immer wieder mit besonders viel medialer Kritik zu kämpfen. Sowohl in Büchern wie zum Beispiel Gerald Reischls «Die Google Falle» als auch den Medien wird vor der Monopolstellung und der fragwürdigen Datenschutzpolitik des Suchmaschinenbetreibers gewarnt. Zudem sorgen Produkte wie Street View und Google Earth aufgrund der detailgetreuen Abbildung von Gebäuden und Strassenzügen für Diskussionsstoff. Ungeklärt ist weiterhin die Frage, wie weit Google bei der Personalisierung von Diensten und dem anonymisierten Handel mit persönlichen Daten gehen darf. Google hat jetzt aber auf diese Kritik reagiert und bietet zumindest in den USA ein Opt-out an:
The Onion: Google Opt-out
(Achtung: Satire!)
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