Daniel Koch

Webdesign Trends 2008


Geposted von Daniel Koch am 15.08.2008, 12:04

Die Bandbreite reicht von „reduziert, simpel und übersichtlich“, bis „wild, animiert und pompös“

Einerseits orientieren sich nach wie vor viele Webseiten an Usability-Richtlinien die vor Jahren festgelegt wurden. An diese schlichten, konservativ gestalteten Pages hat sich der User gewöhnt und findet sich problemlos darin zurecht. Die Unterschiede zu früheren Jahren befinden sich visuell gesehen im Detail grafischer Elemente und im Stand korrigierter Usability-Regeln.

Als Gegenpol zu dieser konservativen Bewegung ermöglicht uns die heutige Computer-Technologie die typischen, unverkennbaren Darstellungen und Effekte der heutigen Zeit. Auf modernen Image-Sites werden Kombinationen von Videos, Animationen, 3D-Elementen und Interaktivitäten in noch nie zuvor dagewesenen Variationen dargestellt.

Als Überbegriff des heutigen Trends würde ich immer noch den Web 2.0-Style nennen.

Reduziert und übersichtlich

Da immer mehr Tools, Videos und sonstige Features im Web Einzug erhalten, ist der Bedarf einer schlichten, übersichtlichen Grundgestaltung umso grösser. Der Benutzer soll noch schneller zum Ziel kommen und nicht durch störende oder unbekannte Elemente aufgehalten werden. Vertraute Elemente wie eine obere oder linke Navigation verhelfen Ihm dazu. HTML-Texte in gängigen Systemschriften lassen die Page weiter oben im Google Page Ranking erscheinen, was einer breiteren Masse Zugang zur Website ermöglicht.



Quelle: www.mercedes-benz.de

Microsites mit neusten Effekten

Firmen, die aus Accessibility -Gründen auf eine schlichte und funktionelle Company-Website angewiesen sind, heben in separaten Microsites bestimmte Produkte hervor. Ohne allgemeine Informationen kann der ganze Platz grosszügig genutzt werden. Der User kann sich nun von den neusten Effekten und Interaktivitäten hinreissen lassen.


Quelle: www.mercedes-amg.com


Auffallend und unkonventionell

Firmen, deren Image eine kreative und optisch reizvolle Gestaltung erfordert, verzichten teilweise auf Accessibility-Grundsätze und bauen Bereiche, oder die ganze Page im Flash. Der User ist in diesem Fall vor allem aus Prestige-Gründen an den Produkten interessiert. Hier sind Interaktivität, Videos, Animationen und Effekte neuester Grafik und Technologie angesagt.
Grosse, bildschirmfüllende Hintergrundbilder mit emotionaler Bildsprache, sowie sternförmige Splashs und designte Standardelemente wie Scrollbars, Listboxen usw. machen den heutigen Style aus. Trotz auffälligen Elementen werden diese Pages möglichst übersichtlich und leserlich gehalten.



Quelle: www.laax.com

Web 2.0 Style

Der Web 2.0-Style kam vor ca. 3 Jahren auf. Nicht mehr in aller Munde wie vor einem Jahr, aber im Web präsenter denn je. Er zeichnet sich unter anderem durch folgende Eigenschaften aus:

  • Einfachheit, Übersichtlichkeit
  • Grosszügige Navigation
  • Zentrales Layout
  • Glanz- Spiegel- und Schatteneffekte
  • Verläufe
  • Breite, qualitativ gute Bilder
  • Grosse Schrift
  • Leuchtende Farben
  • Abgerundete Ecken


Quelle: www.templatemonster.com



Quelle: www.templatemonster.com


Grunge-Style

Als Reaktion zum Hochglanz-Design der letzen Jahre wird in avantgardistischen Designer-Kreisen der „Grunge-Style“ als nächster Trend in Szene gesetzt. Elemente wie abgewetzte Flächen, Tinten-Fleck-Effekte oder aufgerissene Kanten sind ebenso typisch wie schiefe, aufgeraute Fonts oder Handschriften. Auch schon dagewesen, unterscheidet sich dieser Retro-Style zu früheren Jahren durch angepasstere Usability-Richtlinien und weniger Willkür.
Navigationen, Content und Bilder sind öfter dort platziert wo man sie vermutet. Ebenfalls zugelegt wurde in der Breite, wo grosse Hintergrundbilder den Bildschirm füllen.



Quelle: www.ernesthemingwaycollection.com



Quelle: www.subdued.net


Überwiegend ist der Grunge-Style im privaten Bereich zu sehen, oder auf Pages, deren progressives Image es erlaubt etwas wilder aufzutreten.


Quelle: www.coca-colazero.ch


Fluides WebDesign

Unter Fluidem Webdesign versteht man die Anpassung der Breite einer Website an die Breite des Browserfensters. Zeilen werden je nach dem schmaler oder breiter, Bilder oder Flächen grösser oder kleiner. Sie garantieren dem User die optimalste Ansicht. Insofern die Pages nicht im Flash erstellt wurden, ist Barrierefreiheit gewährleistet.




Quelle: www.michael-rabe.de



Quelle: www.coke.ch


Fazit:

Usability-gerechtes und barrierefreies Design wird auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleiben. Deshalb sind simple, formelle Seiten mit übersichtlichem Inhalt nicht wegzudenken.

 Den Fortschritt sieht man am deutlichsten in neuen Formen von Interaktionen, Animationen, Video und 3D-Elemente. Um dem User etwas noch nie dagewesenes zu bieten, werden diese Techniken weiterentwickelt.



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