Der zweite Teil des Web 2.0 Expo Rückblicks beinhaltet den Mittwoch und Donnerstag. Nach den mehrstündigen Workshops vom Dienstag stand für die beiden Folgetage eine grosse Anzahl von 50-minütigen Vorträgen auf dem Programm. Diese waren in vier Interessengebiete unterteilt: Design und Anwendererfahrung, Entwicklung, Marketing und Community sowie Strategie und Geschäftsmodelle.
Der Mittwoch startete mit dem Vortrag von Drew Bartkiewicz, Vice President of Cyber and Technology Risk bei The Hartford, einer der bedeutendsten Investment- und Versicherungsgesellschaften der USA. Sein Vortrag zeigte auf, welche (rechtlichen) Risiken sich bei Web 2.0-Geschäftsmodellen derzeit abzeichnen und bot eine kontroverse und interessante Sichtweise auf verschiedene, aktuelle Web 2.0 Themen. Drew verfügt über sehr viel Knowhow und Erfahrung, aus meiner Sicht wäre es auch spannend gewesen mehr darüber zu erfahren wie die Versicherungsprodukte zur Absicherung dieser Risiken funktionieren. Die Präsentation von Drew Bartkiewicz ist bei SlideShare abrufbar. Leider waren nicht alle Vorträge gleich überzeugend. Den Vortrag von zum Thema ‚First Steps Towards an Online User Experience Testing Community’ verliessen wir nach beinahe 20 Minuten frustriert, dies nachdem der Referent in aller Ausführlichkeit über die Grossartigkeit von Philips gesprochen und nun mit der Erklärung der SimplicityLabs Homepage begann.
Am Nachmittag versuchten uns zwei Schweden bei ‚Reactive Advertising‘ davon zu überzeugen, dass sie das viruelle Ei des Kolumus entdeckt hatten. Der Vortrag beinhaltete gute Ideen, doch die beiden Redner waren so unglaublich überzeugt von sich und ihrem Produkt und dementsprechend war der Vortrag für meinen Geschmack eher mittelmässig. |
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Der letzte Vortrag des Tages war leider eine komplette Enttäuschung. Scott Rafer, der eigentlich einen Vortrag über ‚The Truth about Social Network Advertising -- The One VCs Don't Want to Hear‘ halten sollte, beschloss in letzter Minute seinen Vortrag in ‚
Thank you for Killing the [Facebook] Platform‘ abzuändern, da er aufgrund seiner gemachten Erfahrungen mit Facebook denkt dass es in naher Zukunft keine erfolgreiche Werbung in Sozialen Netzwerken geben kann. Offensichtlich war er nicht in Stimmung viel dazu zu sagen, denn sein Vortrag war nach 25 Minuten schon durch. Seine Firma, Lookery, bietet ein Werbenetzwerk dass speziell für Publisher von Facebook-Applikationen gestaltet wurde und Scott konnte offensichtlich nicht genügend zwischen der Werbung in Sozialen Netzwerken und den Veränderungen mit Facebook Connect diffenzieren. Schade um die verlorene Zeit.
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Doch wir liessen uns davon die Laune nicht verderben und verbrachten beim Sony Center am Potsdamer Platz einen gemütlichen Abend mit Philipp Sauber und Tom Brühwiler. Da ich auch dieses Abendessen mit den beiden über Twitter vereinbart hatte, versuchten wir mit vereinten Kräften die anwesende Twitter-Gegnerin vom Nutzen des Twittern zu überzeugen. Mit entsprechendem Erfolg, am Morgen danach kam es zu einer Reinkarnation von Twittinchen.
Der Donnerstag startete etwas stressig mit Koffer packen, auschecken und Gepäck deponieren und nach einem leckeren Starbucks-Kaffee stürzten wir uns in den letzten Konferenztag.
Der Vortrag der beiden Japanischen Referenten Ren Ando und Gen Miyazawa zum Thema ‚Location-based Mobile Ad: A Lesson From Japan‘ war spannend doch leider war das gesprochene Englisch der beiden nur sehr schlecht verständlich. |
Im Anschluss daran fand eine Diskussion zu ‚Gender Issues in Web 2.0 Careers‘ statt an der auch die bekannte Anglo-Schweizer Bloggerin
Stephanie Booth teilnahm. Eine spannende Diskussion zu einem aktuellen Thema, obschon Frauen in sozialen Netzwerken die Mehrheit repräsentieren, waren nur 8 Frauen unter den 90 Referenten der Web 2.0 Expo.
Wir rundeten unsere Aktivitäten an der Web 2.0 Expo mit dem kurzen Video-Interview mit BloggingTom ab das wir in den nächsten Tagen hier im Blog veröffentlichen werden.
Die Rückreise war leider etwas mühsam da der Flug mit der Air Berlin mit 50 Minuten Verspätung startete. Dementsprechend spät trafen wir am Terminal E in Zürich ein und uns blieben beim Verlassen des Flugzeuges nur 15 Minuten um den nächsten Zug nach Biel zu erwischen. Erstaunlicherweise schafften wir es in 15 Minuten durch die Passkontrolle, die Gepäckausgabe sowie die Zollkontrolle und erreichten eine Minute vor Abfahrt den Zug. Ein neuer Rekord! |
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Die Web 2.0 Expo in Berlin bot ein umfassendes Konferenzprogramm für Internetfachleute, Marketingexperten und Unternehmer und einige spannende, ins Detail gehende Workshops. Die verschiedenen Networking-Veranstaltungen und die Gelegenheit zu formlosen Gesprächen am Rande der Messe rundeten die vier angenehmen Tage in Berlin ab.