Gian-Franco Salvato

Vergesst das Web 2.0, das Web 3.0 Zeitalter ist ausgebrochen!


Geposted vonn Gian-Franco Salvato am 03.11.2008, 08:45

Obschon der Begriff Web 2.0 erst seit drei Jahren richtig populär ist, scheint er für gewisse Personen bereits veraltet zu sein. Demensprechend ausgiebig wird über Web 3.0 schwadroniert. Doch langsam, bevor wir all die lobenden Worte über das nächste grosse Web schreiben, hier noch eine kurze Begriffserklärung von Web 2.0.

Der Begriff Web 2.0 lässt sich meiner Meinung nach am besten mit der veränderten Nutzung und Wahrnehmung des Internets beschreiben. Web 2.0 stellt den Wandel der Benutzer dar, Inhalte in qualitativ und quantitativ entscheidendem Umfang selbst zu erstellen und zu bearbeiten. Inhalte werden also nicht mehr nur zentralisiert von großen Medienunternehmen erstellt und verbreitet, sondern auch von einer Vielzahl von untereinander vernetzten Nutzern.

Was ist das Web 3.0?

Eines ist klar: Viel mehr als Theorie ist Web 3.0 im Moment noch nicht. Demensprechend ist vieles über das nächste grosse Web noch hochspekulativ. Generell können mit dem Begriff Web 3.0 alle Aspekte des Internet umfasst werden, die wahrscheinlich machbar aber momentan technisch oder praktisch in grossem Umfang noch nicht möglich sind. Oft wird das Web 3.0 auch ‚das intelligente Web‘ genannt, eine neue Generation von internetbasierten Diensten welche Technologien wie semantisches Web und semantische Suchmaschinen, Mikroformate, Such- und Empfehlungsagenten oder künstliche Intelligenz beinhalten. Aber auch Themen wie individualisierte Massenfertigung, 3D-Druck, virtuelle Welten und deren Produkte und Web-Betriebssysteme sollen dazu gehören. Dinge also, die uns ein intuitiveres und produktiveres Weberlebnis bieten sollen. Web 2.0 lässt sich mit der veränderten Nutzung und Wahrnehmung des Internets beschreiben, doch für was der Begriff Web 3.0 genau steht ist mir (noch) nicht klar.

Sind die Web-Experten zu früh?

Während vielerorts bereits fleissig über Web 3.0 gesprochen wird, beschäftigen sich viele Online-Verantwortliche und Seminarteilnehmer noch mit ganz anderen Themen: Soll mein Unternehmen ein Corporate Blog aufsetzen? Warum sollten die Kunden unsere Produkte bewerten? Wie gehen wir mit Kommentaren und Kritik um? Sie stehen mit beiden fest im Web 1.0 und haben erst gerade vorsichtig damit begonnen, das Web 2.0 zu ertasten. Zwei Drittel der Internetnutzer wissen nicht so genau, was Web 2.0 überhaupt ist.
Difference Web 2.0 / Web 3.0
 (c) Geek and Poke 

Oder wie Joachim Graf auf iBusiness.de schreibt: „Es liegt schlicht daran, dass sich mediale, also kommunikative, also gesellschaftliche Entwicklungen zwar unaufhaltsam, aber für gewöhnlich extrem langsam vollziehen. In meinen Vorträgen verwende ich immer das Bild eines Gletschers: Man muss immer wieder in Abständen drauf sehen, um eine Veränderung wahrnehmen zu können.“

Ich denke es braucht sowohl die Auseinandersetzung mit visionären Themen wie Web 3.0 als auch eine Diskussion der operativen Angelegenheiten die viele Online-Verantwortliche heute tagtäglich beschäftigen. Welche Themen sind aus Ihrer Sicht mehr gefragt, strategische Hype-Themen wie Web 3.0 oder Inhalte zu aktuellen Problemstellungen?

0 Kommentare | Trackback Url

Kommentare
Ihr Kommentar zum Blog-Eintrag





Feedburner
aseantic RSS Feed
Feedburner RSS Feed
Add to Favorites
Add to Delicious
aseantic @ Facebook
Add to Technorati Favorites
Bookmark and Share
Creative Commons