
Microsoft hat vor rund zwei Wochen die Version 3 des Browser-Plugins Silverlight veröffentlicht. Ähnlich wie Adobe Flash läuft Silverlight auf den Betriebssystemen Windows, Mac OS und Linux und bietet eine Plattform für Rich-Media-Content wie Rich-Internet-Applications (RIAs). Wie eine solche RIA aussehen kann, zeigt das italienische Staatsfernsehen RAI hier mit seinem Video-on-Demand Angebot.
18 Monate nach dem Start von Silverlight ist das Plugin bereits über 350 Mio. Mal heruntergeladen worden. Bei geschätzten 1,2 Mia. Internetusern sind das immerhin bereits rund ein Viertel aller User. Flash bleibt derzeit jedoch mit knapp 90 Prozent Verbreitung immer noch Marktführer. Silverlight kann jedoch in der Version 3 mit zahlreichen neuen Features aufwarten. So ist zum Beispiel der Streaming-Server für Windows, der Smooth-Streaming in HD Qualität (1080px echte HD-Qualität mit H.264 oder WMV/VC-1) erlaubt, bislang einzigartig im Zusammenhang mit RIAs. Dies erlaubt es dem User, zu jeder erdenklichen Abspielposition zu wechseln, ohne übermässige Buffering-Zeiten in Kauf nehmen zu müssen.

Die Vorteile von Silverlight
Der grosse Vorteil von Silverlight ist seine Nähe zu .NET. Da eine grosse Anzahl von Entwicklern bereits .NET beherrscht, können sie ohne grösseren Aufwand Silverlight-Anwendungen einfach und schnell schreiben. Silverlight-RIAs können auch ausserhalb des Browsers ausgeführt werden. Sie lassen sich per Mausklick lokal installieren und auch im Offline-Modus ausführen.
Für die Entwicklung stellt Microsoft ein offenes Framework auf Basis der Entwicklungsplattform .NET zur Verfügung, das von .NET-Entwicklern genauso wie von JavaScript-Entwicklern, die in einem HTML-Umfeld agieren, genützt werden kann. Für die Portierung wird der zugrundeliegende C#-Code in die plattformunabhängige Zwischensprache Common Intermediate Language (CIL) übersetzt, die für verschiedenste Sprachen entwickelt wurde. Damit stehen heute für .NET über 30 Sprachen zur Verfügung. Der CIL-Code wird dann auf der Zielplattform durch einen JIT-Compiler in übersetzt und direkt vom Prozessor ausgeführt.
Mit Expression Studio 3 wird ab Herbst auch eine neue Version des Entwicklungstools für Silverlight-Anwendungen zur Verfügung stehen. Dabei soll die Kluft zwischen Grafikdesign und Code-basierter Umsetzung durch eine Bandbreite von neuen Funktionen endgültig aufgehoben werden.
Wenn auch Sie die Vorteile von Silverlight nutzen möchten, nehmen Sie Kontakt auf mit uns. Für Fragen sowie ein unverbindliches Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.